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Tuniberg - Erentrudiskapelle, Munzingen 18.03.2008 Karte zeigen



Die Erentrudiskapelle befindet sich am südöstlichen Ende des Tunibergs über dem Freiburger Ortsteil Munzingen. Sie gilt auch als Wahrzeichen des Tunibergs.


In alten Aufzeichnungen ist die Rede von einer „Feldkapelle“, die der heiligen Erentrudis geweiht war. Dort gefundene Votivtafeln und zurückgelassene Krücken lassen auf einen Wallfahrtsort bereits um das Jahr 1000 schließen. Weitere Belege liegen erst wieder mit den Annalen von 1666 vor: dort wird der Neubau einer größeren Kirche angegeben, die durch den Weihbischof von Konstanz konsekriert wurde.


Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde die Kapelle 1713 stark beschädigt, allerdings bereits 1715 durch den dort lebenden Eremiten Melchior Rech wiederaufgebaut. Im Jahre 1745 erhielt sie eine neue Glocke und 1748 eine Reliquie der Erentrudis von Salzburg, gestiftet durch das Salzburger Kloster Nonnberg. 1750/52 wurde die Kapelle erneut renoviert, dieses Mal durch den Bildhauer Matthias Faller. Als die Kapelle um 1780 säkularisiert und versteigert werden sollte, setzte sich der Bischof von Konstanz massiv für ihr Fortbestehen ein. Sie blieb Sakralbau und wurde bis 1843 als Eremitage bewohnt. Danach gab man sie rund 30 Jahre dem Verfall preis, bis sich 1870 vierzehn Männer aus Munzingen für ihren Wiederaufbau einsetzten. Am Dreifaltigkeitsfest 1879 nahm der Freiburg Weihbischof Lothar von Kübel die Altarweihe vor.


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Tuniberg

Vor der Jenne Mühle

Unter dem Aussichtsturm

Erentrudiskapelle, Munzingen

Erentrudiskapelle, Munzingen

Auf dem Opfinger Aussichtsturm